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Alt 18.02.2017, 17:06   #1
Touareg V
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Standard Land Rover Experience Tour Peru 2017

Land Rover Experience Tour Peru 2017

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"Zwei Dinge sind unendlich – das Universum und die menschliche Dummheit. Aber beim Universum bin ich mir nicht ganz sicher." Zitat Albert Einstein

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Alt 14.10.2017, 12:50   #2
Touareg V
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Standard AW: Land Rover Experience Tour Peru 2017

Land-Rover-Experience-Tour 2017 startet in Peru

Zitat:
Die Land-Rover-Experience-Tour 2017 geht kommendes Wochenende in Peru an den Start. Die Abenteuertour der britischen Allradmarke führt in zwei Wochen über rund 1800 Kilometer Straßen und Pisten, durch Wüste und Dschungel, an den Pazifik und in die Höhe der Anden. Sechs Gewinner haben sich aus ursprünglich rund 35 000 Interessenten für einen Platz im Cockpit des Land Rover Discovery durchgesetzt. Bei ihrem Abenteuertrip durch Peru können die Teilnehmer auf den Land Rover Discovery bauen, der das Tourfahrzeug der mittlerweile zwölften Land Rover Experience Tour ist. Er wird Menschen und das umfangreiche Material ungeachtet aller Strapazen durch Südamerika bringen - bis hin zum Traumziel, der legendären Inka-Stadt Machu Picchu.

Jetzt steuert die Abenteuertour bei ihrer zwölften Auflage zum dritten Mal Südamerika an. Peru ist ein Land der Vielfalt und der Gegensätze. Ein Land voller Kontraste und einzigartiger Natur. Schier undurchdringlicher Dschungel und die trockensten Wüsten der Erde. Fast 3000 Kilometer Pazifikküste und bis zu 6700 Meter hohe Andengipfel. Jahrtausende alte Kulturen und mystische Inka-Geschichte. Und nicht zu vergessen 32 Millionen Peruaner, die zu den gastfreundlichsten Menschen überhaupt zählen.

Den Organisatoren von Land Rover Experience Deutschland ist es gelungen, einen Querschnitt der peruanischen Vielfalt in das anspruchsvolle und eng gesteckte 14-tägige Programm zu packen. Tourleiter Dag Rogge und seine Mitstreiter haben in insgesamt drei ausgedehnten Erkundungsreisen eine Route zusammengestellt, die keine Wünsche und keine Herausforderung offenlässt - Natur und Kultur, fahrerische Herausforderungen und touristische Highlights. Dag Rogge: ,,Die Teilnehmer können sich auf das größte Abenteuer ihres Lebens freuen."

Bei der ersten Etappe geht es fast 100 Kilometer über riesige Dünen und durch den endlosen Sand. Damit kann der Discovery gleich zum Auftakt zeigen, zu welchen Offroad-Leistungen die neue Modellgeneration in der Lage ist.

Damit ist der Takt für den weiteren Verlauf der Experience-Tour 2017 vorgegeben. Die kommenden Tage bringen den Abenteurern die enorme Vielfalt des Landes näher. Von der Wüste geht es am Meer entlang über die Traumstraße Panamericana und sofort weiter in die Berge. Die Anden halten schmale Bergpisten, traumhafte Panoramen und sogar eine Menge Gletscher bereit. Bis auf rund 4800 Meter Höhe werden die Land Rover-Reisenden aufsteigen - und zwischendurch immer wieder in Kontakt zu Land und Leuten kommen. Auch erobert der Tourtrross den peruanischen Regenwald.

Die bis zu sieben Sitzplätze des Discovery werden in Peru wohl eher selten gebraucht, denn die Wagenbesatzungen bestehen meist nur aus zwei oder drei Personen - die maximal 2500 Liter Laderaumvolumen sind hingegen äußerst nützlich. Schließlich besteht die Land Rover Experience Tour nicht allein aus den sechs Gewinnern und dem Begleittross. Neben Menschen ist eine riesige Menge Material zu transportieren: Reifen, Benzin und Ersatzteile, Kommunikations- und Navigationsausrüstung, Zelte, Schlafsäcke und reichlich Verpflegung, denn unterwegs, in den Camps am Ende der Tourtage versorgt sich die Expedition selbst.

Begleitet werden die Sechs Gewinner bei ihrem Abenteuer vom Land-Rover-Experience-Team sowie mehreren Journalisten, Bloggern und einem Fernsehteam. Daher gibt es auf vielen Kanälen Berichte und Informationen von der Veranstaltung. Unter active.landrover-experience.de können die einzelnen Tagesetappen in Peru live verfolgt werden. Auch bei Facebook, Instagram und Twitter gibt es laufend aktuelle Nachrichten aus Peru: Bei Facebook auf der Seite von ,,Land Rover Experience Germany" und Land Rover Deutschland sowie bei Instagram und bei Twitter unter @landroverde und dem Hashtag #LET2017.

Quelle


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Alt 26.10.2017, 15:52   #3
Touareg V
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Standard AW: Land Rover Experience Tour Peru 2017

Land Rover Experience-Tour: Kein Tag wie der andere

Zitat:
Wer mit Dag Rogge und seinem Land Rover Experience-Team auf Tour geht, wird nachher die Welt mit anderen Augen sehen. Denn die bis ins kleinste Detail geplanten und dank eines eigenen Ärzte- und Technikerteams auf nahezu jedes Hindernis vorbereiteten Reisen führen die solvente Kundschaft in Ecken und Winkel dieses Planeten, die zuvor von nur wenigen Menschen besucht werden durften. Na gut, die Grünflächen der Ruinenstadt Machu Picchu im Herzen des Andenstaates Peru haben schon die einen oder anderen Touristen platt getreten. Doch zählt bei dem sympathischen Dag Rogge vor allem der Weg und nicht nur das Ziel. Nicht ohne Grund werden die Teilnehmer solch einer Experience stundenlang in den neuesten Fahrzeugmodellen der Marke Land Rover durchgeschüttelt. Einer Marke, die für solch eine Tour - beziehungsweise ab und an auch Tortur - perfekt zu sein scheint. Und sollte es aufgrund selbst- oder auch fremdverschuldeter Fahrereignisse einmal zu Problemen am Vehikel kommen, stehen Technik-Asse wie Thorsten Adami parat, die auch in menschenunfreundlichen Höhen jenseits der 4.500 Meter ihre körperlichen Grenzen ausreizen, um den Konvoi am Laufen zu halten.

Schon nach den ersten Minuten auf peruanischem Boden und auch später an Bord der heimischen Luftfahrtgesellschaft Peruvian wird eines deutlich: Hier ticken die Uhren etwas anders - und damit sind nicht die sieben Stunden Zeitunterschied gemeint, die jeden Touristen aus Mittel-Europa heimsuchen. Es geht gemütlicher, ja fast schon träge zur Sache. Da wundert es schon ein wenig, dass die städtischen Straßen Perus zwar einigermaßen in Schuss sind, doch dafür gefühlt alle 500 Meter mit gewaltigen Erhöhungen zur Temporeduzierung aufwarten, die unsere hiesigen Sportwagen und Möchtegern-Proll-Mobile völlig zum Erliegen bringen würden. Einem Land Rover Discovery-Fahrer gewinnen sie lediglich ein müdes Lächeln, dem Kühlschrank im Kofferraum allerdings einen ordentlichen Satz ab.

Nach wenigen Metern Fahrt ist der eben noch so fröhlich dreinschauende Landy-Fahrer ein wenig in seiner Stimmung getrübt. Denn was in Peru so alles am Straßenrand liegt, damit würden hierzulande Müllverbrennungsanlagen überfordert. Gleichzeitig drängt sich der Gedanke auf, dass im Falle einer Zeitmaschinen-Entdeckung als erster der Erfinder des Plastiks von seinem Vorhaben abgehalten werden sollte. Es scheint in Peru nur zwei Alternativen zu geben: Die Plastikflasche auf den Boden zu werfen und ihr ein halbes Jahrtausend beim Verrotten zuzuschauen oder sie aufzusammeln und gemeinsam mit Autoreifen und allem möglichen Müll zu verbrennen. So unverträglich Höhen von über 3.000 und erst recht von über 4.500 Meter für das Wohlbefinden von Touristen sind, so erträglicher sind sie jedoch für ihre Augen. Denn hier oben wird wenigstens nicht nur der Sauerstoffanteil in der Luft geringer, sondern auch der Müll.

Dass der Weg zu den Lamas und Alpakas vom Strand des Pazifischen Ozeans weitestgehend nicht über asphaltierte Straßen führt, muss klar sein. Dag Rogge wäre nicht der Chef der Expedition, wenn dies anders wäre. Und so führt der Besitzer des ältesten in Deutschland zugelassenen Land Rover Series I, Baujahr 1949, seine Kunden durch haushohe Dünen an versteinerten Walskeletten und an steilen, von Seelöwen und Truthahngeiern bevölkerten Felsen vorbei. Das mithilfe von Funkgeräten stets untereinander verbundene Team weißt dabei regelmäßig auf Unwägbarkeiten, Hindernisse oder auch die eine oder andere Sehenswürdigkeit am Straßenrand hin. Und davon gibt es in Peru jede Menge. Ob Schlangen oder Vogelspinnen - die Auswahl an Flora und Fauna begrenzt sich in den Anden nicht nur auf Lamas, Steine und den Condor. Letzterer, der in dem weltbekannten Panflöten-Lied "El condor pasa" zu Ruhm und Ehren gekommen ist, wird allerdings seltener gesehen als die hierzulande ebenfalls bekannten Meerschweinchen namens Cuy. In freier Wildbahn sind diese zwar auch nicht erblicken, dafür jedoch in nahezu jedem Restaurant. Denn in Peru werden Cuy als Nutztiere gehalten, geschlachtet und gegessen.

Doch sind es bei einer Land Rover Experience nicht nur die kulinarischen Besonderheiten und auch nicht immer nur die landschaftlichen Höhepunkte, die es Chef-Dag, Techniker-Thorsten oder auch seinen sympathischen Instruktoren wie Marvin Verheyden am Ende einer Reise erlauben, in die überglücklichen Gesichter ihrer Kunden zu schauen. Es sind vor allem - und das ist ausschließlich der speziellen Routenführung abseits der üblichen Touristenpfade zu verdanken - die zahllosen Kontakte mit der einheimischen Bevölkerung, die solch eine Reise unvergesslich machen. Sei es der Grundschul- und zugleich auch Kindergarten-Direktor, der sich wie auch seine Schützlinge in seinen besten Anzug geworfen hat und voller Stolz die in Deutschland durch jede Gesundheitsprüfung fallende Küche zeigt. Sei es der Fußballtrainer, der Werbung für sein gerade einmal elf Männlein starkes Team macht, oder die Bäuerin, die mit ihrem harten Griff die letzten Spritzer Milch aus dem Kuheuter presst. Die Liste der netten, einmaligen Begegnungen auf solch einer Land Rover Experience-Reise ist endlos. Und so schwingt am Ende der Reise schon ein wenig Wehmut mit, wenn die komplett undeutliche, wahrscheinlich ins Englische übersetzte Erlaubnis der Peruvian-Stewardess zum Öffnen der Gurte durch das Flugzeug hallt. Danke Dag.

Quelle mit Bilder.


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Alt 30.10.2017, 16:44   #4
Touareg V
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Standard AW: Land Rover Experience Tour Peru 2017

Land-Rover-Experience-Tour 2017: Fast wähnt man sich auf dem Mond

Zitat:
Was genau weiß ich eigentlich von Peru, außer, dass das Land im Westen Südamerikas liegt und man gerne bunte Sachen und Hüte trägt? Ich sitze an der Pazifikküste, esse frisch gefangenen Fisch, Krebse und Ceviche, das peruanische Traditionsgericht, das allen Regeln, nach denen ich im fernen Ausland Essen auswähle widerspricht: ,,Boil it, peel it or forget it!" (Koche es, schäle es oder lass es sein) Das Gericht besteht aus rohem Fisch, der nur durch die Säure von Limetten und Zwiebeln praktisch kalt gegart wird.

Die Land-Rover-Experience-Tour führt im 16. Jahr ein weiteres Mal nach Südamerika, genauer gesagt nach Peru. Das Land bietet viel mehr als nur Wüste und Hochgebirge, tatsächlich findet man fast jedes Klima der Welt hier vereint.

Der erste Tag der Land-Rover-Experience-Tour führte uns von Paracas, einem kleinen Ort unweit von Pisco nach Südosten, bis wir bei Ica in die Wüste abbogen. Sand- und Geröllwüsten dominieren den Osten des Landes mit einer fremdartigen Schönheit. Schon beim Einstieg in den Sand verringern wir den Luftdruck in den Reifen deutlich. Wegen des hohen Gewichtes der vollgepackten Land Rover Discovery 5 rollen wir auf der Straße mit knapp drei bar Druck, jetzt gehen wir auf 1,8 bar runter um die Auflagefläche der MT-Reifen (Mud Trac) zu vergrößern und damit die Traktion im Sand zu verbessern.

Immer wieder wechselt die Landschaft von steinigen Passagen zu tiefem feinen Sand und weiter zu Geröllebenen. Fast wähnt man sich auf dem Mond, so unwirklich ist die Umgebung. Tatsächlich sind wir während der gesamten Zeit auf ehemaligem Meeresboden unterwegs. Die Strukturen der Oberflächen erinnern an abgetragene Korallen und von Wasser geformte Wellenberge. Immer wieder legt der Wind hier versteinerte Meerestiere frei, die auch Archäologen verstärkt anlocken. Eines davon ist das gut erhaltene Skelett eines großen Bartenwals, dessen Kiefer und Schädelknochen gut erkennbar neben dem Weg liegt. Die Funde werden nicht abgedeckt oder geschützt, wodurch sie immer weiter verwittern, bis sie letzten Endes wieder ein Teil der Wüste werden.

Tiefsand

Die Temperaturen steigen über den Tag enorm an. Der Boden wird so heiß, dass man den Sand kaum noch berühren kann und sogar durch die dicken Sohlen meiner Stiefel kann ich die Temperatur des Bodens spüren. Zugleich steigt dadurch aber auch der Druck in den Rädern, wir müssen mehrfach Luft ablassen um die verbesserte Traktion zu erhalten.

Das Fahren im Tiefsand ähnelt stark dem Gefühl von Skifahren im Tiefschnee: Man muss eine Grundgeschwindigkeit halten und sich dem Untergrund anpassen, der häufig die Richtung vorgibt. Mit etwas Erfahrung macht das irren Spaß, ist aber nicht unkritisch, wie einige Teilnehmer feststellen müssen, die sich ein ums andere Mal festfahren.

Das absolute Highlight des Tages ist der Abstieg zum Pazifik über eine knapp sechzig Meter hohe und gut 35 Grad steile Düne. Das anschließende Tal ähnelt einer Schale, am Fuß des Abstieges müssen wir in weiten Kurven solange Geschwindigkeit aufnehmen, bis das Tempo reicht um die gegenüberliegende Steigung zu erklimmen, ein Manöver, dass die gesamte Kraft des Sechs-Zylinder Kompressormotors unserer Expeditionsmobile erfordert.

Dann liegt die weite Küste des Ozeans vor uns. Wir errichten unser erstes Camp und kriechen früh in die Schlafsäcke, den klaren Sternenhimmel über uns und das Rauschen der Brandung in den Ohren.

Um 5 Uhr morgens liegt die Bucht in dichtem Nebel. Wir fahren an der Küste entlang zurück Richtung Paracas. Die Etappe ist noch einmal genial. Wir fahren über breite Strände entlang der Brandungslinie und dann zurück in die Dünen, deren tiefer Sand noch einmal das letzte bisschen Leistung fordert. Mir pumpt das Adrenalin in den Adern, das Grinsen scheint eingemeißelt. Ein großartiger Spaß, permanent entlang der Haftungsgrenze der Räder.

Wieder auf Asphalt folgen wir der Panamericana Sur nach Norden. Die Kleinstadt Chincha Alta liegt auf dem Weg, eine pulsierende Siedlung mit völlig anarchischem Verkehr, der von einer Unzahl von Tuk-Tuk-Taxen dominiert wird. Von unseren fast dreimal so großen Discos halten die Dreiräder respektvollen Abstand.

Einstieg in die Anden

Ein breites, trockenes Flussbett bringt uns den Bergen immer näher. Wir kämpfen uns durch Sektionen mit riesigen Felsen und entlang hoher Abrisskanten, die erahnen lassen, mit welcher Urgewalt das Wasser hier zu Regenzeiten aus den Bergen bricht. El Nino hat in der Region im letzten Jahr besonders gewütet, die Spuren des extremen Wetters sind nicht nur hier, sondern auch in den ersten Bergdörfern unübersehbar: Viele Häuser wurden stark beschädigt, zum Teil hat das Wasser Schneisen durch die Ortschaften gerissen, Schutt und Unrat angehäuft, der jetzt die wieder befahrbaren Wege säumt. Es wird noch Jahre dauern, bis die Verwüstungen beseitigt sind.

Am Ende des Tals folgen wir einer einspurigen, völlig ungesicherten Straße in die Berge und gewinnen enorm schnell an Höhe. An vielen Stellen liegt scharfkantiges Geröll auf dem stark ausgewaschenen Weg. Ich bin froh nicht unter Höhenangst zu leiden, denn häufig werden wir gezwungen direkt an der Abrisskante zu fahren, um den Felsen auszuweichen. Die Sonne sinkt und macht die Strecke noch einmal gefährlicher, dabei aber noch schöner! Das weiche Licht taucht die Berge in Honig, die Farben sind ebenso atemberaubend wie die Aussicht in die tiefen Täler.

Unser Tagesziel, Chavin, liegt auf 3200 Metern über dem Meer und damit nur knapp unterhalb unserer heutigen Maximalhöhe von 3210 Metern. Der Konvoi ist die Attraktion des Tages, das ganze Dorf kommt zusammen, um mit uns zu essen, zu tanzen und zu feiern.

Höhenkrank

Die Nacht in der Höhe bleibt nicht ohne Folgen. Die dünne Luft macht das Atmen schwer, einige Teilnehmer unserer Expedition klagen über Anzeichen der Höhenkrankheit wie Kopfschmerzen und Kurzatmigkeit. Auch ich spüre die Auswirkungen, dabei werden wir noch viel höher steigen. Der erste ernstzunehmenden Pass liegt auf 4200 Metern, unser Tagesrekord liegt bei 4740 Metern. Gräser, ein paar Büsche und Moose bedecken den kargen Boden. Die Farbenpracht der umgebenden Landschaft ist kaum fassbar. Die Felsen erstrahlen in Farben verschiedenster Mineralien in rot, schwarz, grün und sogar violett, die Fernsicht scheint endlos. In dieser Höher spürt nun wirklich jeder die Auswirkungen der dünnen Luft, jeder Schritt will bedacht werden, hinter meinen Schläfen spüre ich den Druck.

Jedes Tal, obgleich immer noch auf weit über 3000 Metern, bringt kurze Verschnaufpausen. Agaven, Aloe-Vera-Sträucher und Eukalyptusbäume, krallen sich an die steilen Hängen. Wir passieren einige kleinere Bergdörfer wo wir stets freundlich begrüßt und bestaunt werden. Auffallend viele Kinder sind unterwegs zur Schule oder in den Kindergarten.

Nach dem letzten Gipfel finde ich mich an der Spitze der Kolonne wieder. So kann ich mein Tempo frei wählen. Die Strecke ist anspruchsvoll, die Wege ausgewaschen und von Geröll übersät, mehrmals muss ich wegen Sperrungen die eigentliche Piste verlassen und eine Umgehung finden, doch ein wunderbares Gefühl von Freiheit in den Weiten der mich umgebenen Bergwelt erfasst mich. Die Nacht verbringen wir in Tana auf 2500 Metern und damit unterhalb der kritischen Höhe.

Von hier aus machen wir uns auf nach Huancayo, der letzten Station unserer Reise. Der Weg führt durch ein tief eingeschnittenes Flusstal, bis wir nach zwei Stunden erstmals seit dem Verlassen das Panamericana Sur wieder Asphalt unter die Räder nehmen. Huancayo selbst liegt wiederum auf 3200 Metern mitten in den Anden, den Weg dorthin liegt der höchste Pass auf knapp 4800 Metern Höhe. Kurz vor dem Gipfel versperrt ein Tieflader mit einem Container voller Natriumcyanit den Weg, der Aufbau liegt an der Felswand an und kann nur mit vereinten Kräften und einigen Sandblechen aus unserem Equipment wieder befreit werden.

Jetzt geht es nach Huancayo nur noch bergab. Wieder können wir uns an die Spitze der Kolonne setzen und die Bergstraße in vollen Zügen genießen.
Am Abend erfüllt sich dann auch ein letztes Klischee, dass ich zu Peru bieten kann: Hier wird Cuy serviert, eine große Meerschweinchen-Art. Das Tier besteht zwar nur aus Knochen und sieht auf dem Teller aus, wie eine frittierte Ratte, aber man muss sich eben auch einmal auf ein kleines Abenteuer einlassen - das macht die Experience-Tour aus.

Quelle mit 50 Bilder.


Gruss Ruedi
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Alt 06.11.2017, 16:45   #5
Touareg V
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Ein Abenteuerurlaub der anderen Art

Zitat:



Was dem Sportwagenbauer die Rennstrecke ist, ist für Land Rover das Gelände. Um in Zeiten von Großstadt-SUV das Offroad-Image zu pflegen, schicken die Briten ihre Kunden in die Wildnis – und machen auch noch Geld damit.
„Einfach das Lenkrad gerade halten und noch wichtiger: Auf keinen Fall bremsen.“ Die letzten Anweisungen von Instruktor Marvin Verheyden klingen simpel. Angesichts der ungefähr 70 Meter hohen und 45 Grad steilen Sanddüne, die man gleich herunterfahren soll, wirkt das Bremsverbot alles andere als trivial. Ein schnelles „Viel Spaß“ ist das Kommando zur Abfahrt – im wortwörtlichen Sinne.

Quelle und weiter lesen.


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