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Alt 15.01.2006, 14:34   #136
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Standard AW: Dakar 2006

Hallo Holger,
besonders die Todesfälle der beiden Jungen sollte Anlass sein über den Sinn einer solchen Veranstaltungen nachzudenken.

Bringen sich die Fahre durch waghalsige Manöver noch gewollt selbst in Lebensgefahr, so ist das sicher deren eigene Entscheidung.
Auf die Entscheidung diese Veranstaltung in ihrem Lande zu starten hatten die Jungs und deren Eltern sicher keinen Einfluß.

Wie wir alle bemerkt haben zieht solch ein Ereignis zwangsweise Zuschauer an.
Das war auch in Portugal so.
Wäre hier etwas passiert, hätte die Weltöffentlichkeit aufgeschrien.
Auch hier war es dem Veranstalter nicht möglich geeignete Sicherheitsvorkehrungen für die Zuschauer zu schaffen.

Unabhängig davon, was es den beteiligten Ländern bringt, sollte die Sicherheit der Zuschauer bei diesen Veranstaltungen, nie gefährtet sein.

Solange es dem Veranstalter nicht gelingt Maßnahmen einzuleiten, die diese Sicherheit für die Zuschauer bietet, bin ich für ein Verbot solcher Veranstaltungen.
Muß die Rallye mitten durch die Wohngebiete der Einwohner führen?

Ich als Zuschauer, habe jedenfalls von der Dakar die Nase voll und werde die Veranstaltung nicht mehr verfolgen!

Gruß
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Alt 15.01.2006, 14:43   #137
andreas
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Standard AW: Dakar 2006

Seit dem 1. Toten berichtet die Berliner Morgenpost nicht mehr
über die Veranstaltung, es werden nur noch tabellarisch die
Ergebnisse veröffentlicht.

Die afrikanischen Länder haben von der Durchfahrt sehr wenig,
ein paar Cents für Einkäufe und kaum Lohn für die paar
örtlich Beschäftigten, alles andere wird ja importiert. Hinterher
bleibt der ganze Müll zurück und liegt dort in der Landschaft rum.

Aber die schönen Landschaftsbilder und auch einige "Fahrübungen"
finde ich schon interessant und werde ich mir auch weiter zu Gemüte
führen.

Gruß
andreas
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Alt 15.01.2006, 18:12   #138
Touareg V
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Standard AW: Dakar 2006

Dakar: Ex-Skiweltmeister Luc Alphand holt Gesamtsieg

Mitsubishi-Pilot Luc Alphand hat die Rallye Dakar 2006 gewonnen. Der Franzose siegte vor Giniel de Villiers und Joan Roma. Die 15. Etappe wurde nicht gewertet.

9000 Kilometer und zwei Wochen extrem harte Arbeit, Rückschläge, Höhen und Tiefen sind vorbei: Die 28. Rallye Dakar nahm am Sonntag ein - trauriges - Ende. In der ersten Woche wurde Motorsport vom Feinsten geboten: Die VW- und Mitsubishi-Piloten lieferten sich einen offenen Schlagabtausch, bei dem es oft nur um Sekunden ging. Zwischendurch sorgten die Schlesser-Buggys mit mehreren Etappen-Siegen für Aufsehen.
Die zweite Woche wurde jedoch vom Tod dreier Menschen überschattet: Am Montag verstarb der Motorrad-Pilot Andy Caldecott nach einem Sturz. Am Freitag wurde ein 14 jähriger Afrikaner von einem Auto mitgerissen und verstarb auf dem Weg ins Krankenhaus. Am Samstag kam ein 12-jähriger Junge nach einem Zusammenprall mit einem Truck ums Leben.
Entsprechend entschieden die Organisatoren die letzte und 15. Etappe nicht zu werten. Die Fahrer brachten also ihre Fahrzeuge sicher und mit gemäßigtem Tempo ins Ziel. Es siegte der ehemalige Skiabfahrt-Weltmeister Luc Alphand. Der Mitsubishi-Pilot lieferte die zwei Wochen über eine tadellose Leistung, ging keine unnötigen Risiken ein und hatte am Ende knappe 18 Minuten Vorsprung auf Giniel de Villiers.
"Auf meiner ersten Rallye Dakar landete ich im Hubschrauber und ich wollte nicht, dass mir das noch einmal passiert", sagte Alphand. "Ich wusste, dass wir eine gute Chance auf den Sieg hatten. Das Team hat sehr hart an der Weiterentwicklung des Wagens gearbeitet und ich denke, dass wir in den 15 Tagen das bessere all-round Team waren. Es ist fantastisch die Rallye Dakar zu gewinnen. In meiner Skikarriere erlebte ich viele Höhen und Tiefen, aber das ist etwas ganz anderes."
Damit schnitt de Villiers als bester VW-Pilot an. Der 33-jährige Südafrikaner bestritt zum vierten Mal die Rallye Dakar und lag ab der achten Etappe ständig unter den Top-3-Piloten. "Es war eine tolle Rallye, und mit dem zweiten Rang bin ich natürlich zufrieden", mache de Villiers klar. "Es ist für uns und für das Team ein schöner Erfolg. Jeder im Volkswagen Team hat einen tollen Job gemacht. Es war bis zuletzt spannend, und es hätte auch anders ausgehen können. Der Sieg war grundsätzlich möglich - viel hat nicht gefehlt."
Den dritten Platz auf dem Podest nimmt der Mitsubishi-Pilot Joan Roma ein, der erst im Oktober 2005 von den Japanern unter Vertrag genommen wurde. "Das war eine fantastische Rallye von Beginn an", schwärmte Roma. "Es war die ganze Zeit über sehr eng, aufregend und schwierig für die Fahrer und Co-Piloten. Für mich ist es toll auf das Podest zu fahren. Ich bin Teil eines tollen Mitsubishi-Teams und jeder hat sehr hart für diesen Erfolg gearbeitet."
Für Stéphane Peterhansel ist das Ergebnis dagegen eine Enttäuschung. Der Franzose und Vorjahressieger führte souverän bis zur 12. Etappe, als er mit einem Baum kollidierte und drei Stunden verlor. Peterhansel schaffte es schließlich auf Platz vier.
"Ich machte vor ein paar Tagen einen Fehler und bei der Stärke des Fahrerfeldes war es nicht mehr möglich den Fehler wettzumachen", so Peterhansel. "Ob du Vierter oder Fünfter wirst spielt keine Rolle. Ich bin enttäuscht, denn ich hätte den Hattrick schaffen können, aber Mitsubishi hat gesiegt und das ist das Wichtigste."
Unmittelbar hinter Peterhansel folgt Mark Miller, zweitbester VW-Pilot. Miller, der erst seinen zweiten Einsatz für Volkswagen bestritt und zum dritten Mal bei der Rallye Dakar startete, überraschte viele etablierte Gegner mit seinem kalkuliert hohen Tempo. Zwei Überschläge auf der siebten Etappe verhinderten ein besseres Ergebnis für Miller. "Ich bin von meinem ersten ‚Dakar´-Einsatz im Team von Volkswagen Motorsport absolut begeistert", machte Miller klar. "Die gesamte Mannschaft ist sehr professionell und engagiert. Der Race Touareg 2 ist schon jetzt ein Auto, mit dem man gewinnen kann. Auch die Zusammenarbeit mit Dirk hat richtig viel Spaß gemacht."
Die Deutsche Jutta Kleinschmidt schied dagegen auf der elften Etappe wegen einer irreparablen Beschädigung an der Radaufhängung als Folge eines Unfalls aus. Damit kam eine schöne Serie zum Ende: Jutta Kleinschmidt und Fabrizia Pons waren bislang mit Volkswagen stets im Ziel.
"Für Volkswagen war es eine erfolgreiche Rallye", so Kleinschmidt. "Ein zweiter Rang mit nur einem knappen Rückstand auf den Sieger ist eine deutliche Steigerung zum Vorjahr. Wir hätten natürlich gerne gewonnen, aber Erfolge kann man nicht programmieren. Die erste Woche ist sehr gut gelaufen, es war ein sehr enger Kampf. Zum Teil lagen die Top Drei innerhalb von 30 Sekunden. Ich persönlich hätte mir mehr Sand gewünscht, obwohl wir dort noch ein kleines Defizit haben. Unser Ausfall war unglücklich, doch wir hatten das Rennen schon vorher beim Festfahren verloren. Aber wir wären die Rallye sehr gerne zu Ende gefahren."
Das Gesamtergebnis

1. Luc Alphand Mitsubishi Pajero Evolution 53:47.32 Std.
2. Giniel de Villiers Volkswagen Race Touareg 2 + 17.53 Min.
3. Joan Roma Mitsubishi Pajero Evolution + 1:50.38 Std.
4. Stéphane Peterhansel Mitsubishi Pajero Evolution + 3:20.24 Std.
5. Mark Miller Volkswagen Race Touareg 2 + 3:23.25 Std.
6. Jean-Louis Schlesser Schlesser-Ford + 4:09.23 Std.
7. Carlos Sousa Nissan Pick-up + 5:40.11 Std.
8. Bruno Saby Volkswagen Race Touareg 2 + 8:14.45 Std.
9. Guerlain Chicherit BMW X3 + 8:25.13 Std.
10. Thierry Magnaldi Schlesser-Ford + 8:25.57 Std.
11. Carlos Sainz Volkswagen Race Touareg 2 + 10:03.46 Std.

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Alt 12.02.2006, 14:05   #139
andreas
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Standard AW: Dakar 2006

Tiefe Spuren im Sand

Das Volkswagen-Werksteam hat bei der Rallye Dakar 2006 einen starken Eindruck hinterlassen und die Entscheidung um den Sieg bis zum Ende offen gehalten

Als Giniel de Villiers und Tina Thörner nach der Schlussetappe auf die Zielrampe fahren und jubelnd ihrem Race Touareg entsteigen, haben sie 9043 Kilometer der „Dakar“ erfolgreich hinter sich gelassen. Die beiden Rallye-Profis in Volkswagen Diensten genießen es, von tausenden begeisterten Zuschauern und den Fernsehteams aus aller Welt empfangen zu werden. Genauso wie das ganze Team von Volkswagen Motorsport haben sie sich die Ovationen am Lac Rose redlich verdient: Erstmals in der Geschichte der längsten und härtesten Rallye der Welt belegt ein Auto mit Diesel-Antrieb den zweiten Platz. Volkswagen beweist eine enorme Zuverlässigkeit. Vier der fünf Race Touareg erreichen das Ziel in der senegalesischen Hauptstadt, während Jutta Kleinschmidt nach einem Unfall aufgeben muss.

9043 aufreibende Kilometer

Die extremen Herausforderungen der strapaziösen Rallye Dakar sind für alle Teilnehmer schwer zu durchschauen: Hinter jeder Düne, jeder Kurve und in jeder Wasserdurchfahrt können Löcher, Steine, Gräben und andere Gefahren lauern – dabei stets die starke Konkurrenz im Nacken. Dazu kommen hohe körperliche Belastungen und die knifflige Navigation durch Wüste, Steppen und Geröllfelder, deren Schwierigkeitsgrad zur 28. Auflage des Wüsten-Klassikers deutlich gesteigert wurde. Im harten Wettbewerb erleben alle Spitzenfahrer Schreckmomente: Selbst Vorjahressieger Stéphane Peterhansel verliert alle Chancen auf einen erneuten Triumph, als er in Führung liegend einen Baum trifft. Volkswagen fehlen nach 15 Tagesetappen weniger als 18 Minuten zu Gesamtsieger Luc Alphand – verglichen mit der der Distanz eines Formel-1-Rennens entspricht das Sekundenbruchteilen.

Fünf Etappensiege, fünf Tage in Führung

„Die Chance auf den Sieg war da. Wir haben Mitsubishi gehörig unter Druck gesetzt, aber am Ende hat es nicht ganz gereicht“, bekennt Kris Nissen, der dennoch viel Positives verbucht. „Wir haben fünf Etappensiege erzielt und die Rallye fünf Tage angeführt, teilweise sogar mit drei Fahrzeugen. Das belegt, dass wir uns gesteigert haben.“ Fortschritte hat die junge Mannschaft von Volkswagen Motorsport in allen Bereichen gemacht: Das Teamwork funktioniert auch in sengender Hitze und nächtlicher Dunkelheit in bester Manier. Auf technischer Seite hat Volkswagen seine Konkurrenzfähigkeit ohnehin bewiesen. „Auf Kamelgras sind wir ebenbürtig, auf Schotter etwas schneller als die Konkurrenz“, verrät Nissen. „Nur im tiefen, weichen Sand fehlen uns ein paar Prozent. Daran werden wir arbeiten.“ Auf ein Wiedersehen am Lac Rose.

Quelle : http://www.autogramm.volkswagen.de/2...motorsport.htm
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Alt 12.02.2006, 22:19   #140
Holger
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Standard AW: Dakar 2006

Ein Privatfahrer aus Portugal hatte einen Nissan Werkswagen vom Vorjahr. Ich nehme an, dass VW seine Race Touaregs nicht verkauft, oder?
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Wer im Gelände langsam fährt, kommt deutlich weiter.
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Alt 13.02.2006, 00:05   #141
andreas
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Standard AW: Dakar 2006

Hallo Holger,

ein Teilnehmer der Dakar war mit einem s.g. Kundenfahrzeug
unterwegs. Wäre mal interessant zu wissen, was der für das
Fahrzeug bezahlt hat, aber da gibt es bestimmt eine Klausel
zur Verschwiegenheitspflicht.

Gruß
andreas
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Alt 20.02.2006, 13:30   #142
Touareg V
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Dakar 2007: Volkswagen startet erneut bei der Dakar

Lange wurde gemunkelt - macht Volkswagen weiter? Nun ist es offiziell: Volkswagen setzt sein Motorsport-Engagement im Marathonrallysport fort und wird auch 2007 bei der Dakar an den Start gehen. Das Werksteam um Volkswagen Motorsport-Direktor Kris Nissen wird bei der 29. Auflage des Wüsten-Klassikers einen weiterentwickelten "Race Touareg 2" einsetzen. Bei der diesjährigen Dakar belegten der Südafrikaner Giniel de Villiers und seine schwedische Beifahrerin Tina Thörner einen hervorragenden zweiten Platz.

"Volkswagen hat sich mit dem Dakar-Projekt innerhalb kürzester Zeit im Spitzen-Motorsport etabliert. Diese positive Entwicklung wollen wir fortsetzen und haben uns daher frühzeitig für die Teilnahme an der Dakar 2007 entschieden", erklärt Dr. Wolfgang Bernhard, Vorsitzender des Marken-Vorstandes der Volkswagen AG. "Die Dakar bietet eine sehr gute Plattform, um Dynamik, Zuverlässigkeit und technische Innovation von Volkswagen im harten Wettbewerb einer grossen Öffentlichkeit zu präsentieren."

Ab sofort berichtet Volkswagen Motorsport-Direktor Kris Nissen, der seit Juni 2003 die Verantwortung für die Motorsport-Aktivitäten der Marke Volkswagen trägt, direkt an Dr. Wolfgang Bernhard. Im Tagesgeschäft stimmt sich Kris Nissen mit Hans-Joachim Rothenpieler, dem Leiter der Produktlinie E1, ab.

"Bei der gerade abgeschlossenen Dakar haben wir gezeigt, dass der Race Touareg 2 über grosses Potenzial verfügt. Jetzt werden wir die Weiterentwicklung konsequent vorantreiben", so Kris Nissen. "Wir haben uns zur Dakar im Januar erheblich gesteigert. In den nächsten elf Monaten geht es in erster Linie um den Feinschliff, nicht nur in Bezug auf die Technik, sondern auch in den Bereichen Logistik, Vorbereitung und Teamorganisation."

Neben umfangreichen Testfahrten wird Volkswagen Motorsport in der Saison 2006 an ausgesuchten Läufen zum FIA Marathonrally-Worldcup und zum FIA Baja-Cup teilnehmen. "Fahrer und Beifahrer werden wir in den kommenden Wochen und Monaten bekannt geben", so Kris Nissen.

Mit dem zweiten Gesamtrang bei der diesjährigen Dakar, die am 15. Januar nach 9043 Kilometern in der Hauptstadt Senegals endete, erzielte Volkswagen mit dem Race Touareg 2 und dem Fahrer/Beifahrer-Team Giniel de Villiers/Tina Thörner (Südafrika/Schweden) das beste Ergebnis eines Diesel-Fahrzeuges bei dieser Marathonrally und eines deutschen Automobil-Herstellers seit dem Sieg von Porsche 1986. Volkswagen erzielte fünf Etappensiege - vier durch Carlos Sainz/Andy Schulz (Spanien/Deutschland) und einen durch de Villiers/Thörner - und lag fünf Tage an der Spitze der Gesamtwertung der Dakar 2006.

Queele
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Alt 15.03.2006, 05:13   #143
Touareg V
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Jutta Kleinschmidt erzählt von ihrem sportlichen Leben

Marburg. Jutta Kleinschmidt ist die Marathon-Frau des Motorsports. Die OP sprach am Rande eines Seminars der Deutschen Vermögensberatung mit dem Rallye-Star

Kleinschmidt gewann 2001 die berühmte Rallye Paris-Dakar, und sie ist die bisher einzige Frau, der das gelang. In diesem Jahr kam sie nicht ins Ziel. „Es ging nach Maß los, in der ersten Woche hielt ich engen Kontakt zur Spitze.“ Dann kamen die Sand-Abschnitte („normal meine Stärke“), technische Probleme traten auf.

An einem Baumstumpf riss die Radaufhängung ihres Wagens. Kleinschmidt und ihre Beifahrerin Fabrizia Pons mussten ihren VW Race Touareg abstellen. „Ich hielt den Baumstumpf für einen Busch, und da fahre ich normalerweise durch.“ Trotz ihres Ausscheidens sei die Rallye mit dem zweiten Platz des Duos Giniel de Villiers/Tina Thörner ein Erfolg für Volkswagen gewesen, denn es „kamen vier von fünf Teams an.“

Die Entscheidung von Volkswagen, mit Diesel-Autos an den Start zu gehen, hat für Kleinschmidt Vor- und Nachteile. „Der Diesel hat mehr Technik und Teile und ist dadurch wartungsintensiver, aber der Verbrauch ist geringer, und er hat einen starken Drehmoment.“ In der Diesel-Technik habe VW eine Vorreiterrolle. Und das gute Abschneiden habe viel für das VW-Image getan.

Kritik übte die Diplom-Ingenieurin aber an der engen Streckenführung durch viele Ortschaften und baumreiche Landschaften, die die Sicherheit beeinträchtigt habe. „Die Organisation glaubte, dass das wegen der vorgegebenen Geschwindigkeitsbeschränkung sicher ist, vergaß aber wohl, dass die Bevölkerung Action sehen wollte und deshalb raus auf die Strecke ging.“

Die 43-Jährige wurde in Köln geboren und wuchs in Bayern ohne Vater in einem Frauenhaushalt mit ihren drei Schwes tern auf. „Bei uns gab es keine traditionelle Rollenverteilung, und wir hatten die Möglichkeiten, uns frei zu entfalten.“ Als Kind habe sie sich immer gesagt: „Das kann ich genauso gut wie die Jungen.“

Ihre erste Rallye startete sie noch als Privatfahrerin auf dem Motorrad. Anfangs stand das Abenteuer im Vordergrund, doch die sportlichen Ambitionen wuchsen schnell. Die eigene Fitness sei enorm wichtig: „Du sitzt den ganzen Tag im Auto und musst die Konzentration über lange Zeit halten.“ Nach dem Ende der Etappe kämen Pressetermine, das Gespräch mit den Mechanikern und die Vorbereitungen auf den nächsten Tag.

Kleinschmidt betont die Bedeutung der Teamarbeit. „Der Erfolg ist immer ein Team-Erfolg.“ Dazu gehören die Ko-Piloten („die müssen einfach gut sein“), mit denen sich eine gemeinsame Motivation entwickeln müsse, die man nicht antrainieren könne. Das Verhältnis zu den Mechanikern ist eng und gut: „Meine Mechaniker sind stolz, mit mir zu arbeiten und stehen voll hinter mir“, sagt die Rallye-Pilotin, die mehrere Jahre als Ingenieurin in der Fahrzeugentwicklung bei BMW arbeitete.

Die im Beruf erworbenen Detailkenntnisse helfen ihr, sich in das Innenleben der Autos und in die Arbeit der Mechaniker hinein zu denken. Hier sei sie auch als Frau voll anerkannt. Das Problem, als Frau in der männerlastigen Motorsportwelt akzeptiert zu werden, werde erst in Richtung der Fahrer größer. Einige Fahrer kämen ganz gut damit zurecht, andere empfänden es als „Schande“, gegen eine Frau zu verlieren.

Die Erfolge machen sie nicht übermütig, sondern lehren sie einen anderen Blick auf die Dinge – sich auf das Wesentliche zu konzentrieren: „Wichtig sind doch die Gesundheit, die Arbeit und die Familie.“

Wenn sie nach den Anstrengungen zu Hause in Monaco ist, schätzt sie die kleinen Dinge des Lebens: „Eine warme Badewanne, ein weiches Bett und schönes Essen.“

Allzuviel Freizeit hat sie aber nicht. Sie arbeitet nicht nur als Profi-Fahrerin, sondern bietet auch Fahrsicherheitstrainings und Abenteuerreisen wie die „Wüstenakademie“ an.

Ein Ende der Motorsport-Karriere ist für die „ARD-Sportlerin des Jahres 2001“ noch nicht in Sicht. Sie fühlt sich fitter denn je. „Wenn man älter wird, ist man bereit, für den Erfolg mehr zu trainieren.“

Kleinschmidt ist eine Optimistin. Sie glaubt übrigens an einen kommenden Fußball-Weltmeister Deutschland. „Die Nationalelf hat in Italien absichtlich verloren, um die Bälle flach zu halten und den Erwartungsdruck zu dämpfen.“

Auch sie halte die Bälle eher flach und müsse nicht im Rampenlicht stehen. „Es ist besser, aus der Reserve heraus zu kommen und dann alle zu überraschen.“

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Alt 22.03.2006, 16:27   #144
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Jutta Kleinschmidt bei der Dakar 2007 nicht mehr für VW!
Kleinschmidt und VW: Luft raus?
Wenn VW bei der Rallye Tunesien die Testarbeit für die Dakar 2007 in Angriff nimmt, ist Jutta Kleinschmidt nicht dabei. Die Deutsche hat seit Ende Januar keinen Vertrag mehr und ist auf der Suche nach einem neuen Cockpit.



"Mein Vertrag mit Volkswagen, der im Mai 2002 begonnen hat, ist zum 31. Januar 2006 regulär ausgelaufen. Was heißt das? Zunächst einmal bedeutet es ganz einfach, dass ich nicht mehr zum Volkswagen Werksteam zähle, sondern seither vertraglich ungebunden bin" sagt Jutta Kleinschmidt auf ihrer Website.

Von VW-Seite wird betont, es handle sich um einen ganz normalen Vorgang, und die Verhandlungen liefen noch. Aus dem Hause Kleinschmidt hört sich das etwas anders an: "Zusammen mit meinem Manager Willi Weber schauen wir uns nun die verschiedenen Optionen an, um die Rallye Dakar 2007 erfolgreich und professionell bestreiten zu können."

Kleinschmidt beklagt, dass sie von VW-Sportchef Kris Nissen bisher kein Angebot erhalten habe, betont aber, es gebe keine finanziellen Differenzen: "Es geht nicht ums Geld." Laut Volkswagen gibt es einen konkreten Verhandlungstermin, doch allzu optimistisch ist die ehemalige Dakar-Siegerin nicht: "Ich glaube nicht, dass das Kapitel VW schon ganz abgeschlossen ist, aber die Chancen sind gering."
Nissen will Röhrl
Es gilt als offenes Geheimnis, dass Sportchef Kris Nissen an Walter Röhrl interessiert ist. Der Online-Dienst "marathonrally.com" will wissen, dass der Spanier Carlos Sousa hoch im Kurs stehe, da er Sponsormillionen von Ölmulti Galp mitbringe. Der verträgt sich allerdings schlecht mit VW-Sponsor BP.

Anfang April starten in Tunesien der Südafrianer Giniel de Villers und der Spanier Carlos Sainz. Beide sind Neuzugänge bei VW zur Dakar 2006 gewesen. De Villers war als Zweiter bester VW-Pilot, Sainz gewann im Race Touareg mehrere Etappen. Beide haben bereits Verträge für die Dakar 2007 in der Tasche. Sainz fährt in Tunesien nicht mit Andreas Schulz. Ebenso wie der deutsche Beifahrer haben auch Mark Miller und Bruno Saby noch keinen Vertrag. Sainz fährt in Tunesien mit Sabys-Stammbeifahrer Michel Perin.

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Alt 04.04.2006, 20:54   #145
Touareg V
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Kleinschmidt erwägt Wechsel in das Auto des Ex-Freundes

Volkswagen zögert mit neuem Vertragsangebot für die ehemalige Rallye-Dakar-Siegerin - Verhandlungen mit Jean-Louis Schlesser

von Robert Dunker
Berlin - Vielleicht ist ja alles nur ein Mißverständnis zwischen zwei Vertragspartnern, die noch nicht zueinander gefunden haben - weil der volle Terminkalender bisher keine Gelegenheit geboten hat. Oder es ist eben so, daß eine Seite die Zusammenarbeit beenden möchte, aber nicht den Mut hat, die endgültige Trennung bekannt zu geben.

Rallye-Pilotin Jutta Kleinschmidt jedenfalls würde mit Volkswagen gern weiter durch Wüstensand und über Kamelgrashügel rasen. Fast vier Jahre war sie mit dem deutschen Automobilhersteller verbunden. Seit dem 31. Januar ist sie arbeitslos. Volkswagen hat ihren Vertrag nicht verlängert. Sie sagt: "Es ist einfach schade, wenn man jahrelang auf eine Ziel hinarbeitet und dann vorher aufhören müßte."

Kleinschmidt redet im Konjunktiv. Sie hat die Hoffnung nicht aufgegeben, sie ist nur etwas entmutigt. Das Zögern von VW-Motorsportdirektor heißt für Kleinschmidt nichts Gutes: "Ich bin nicht sauer auf VW. Wenn man mit mir nicht verlängern will, muß man das akzeptieren."

Entledigt sich der renommierte Autobauer eines seiner bekanntesten Gesichter? Die Anzeichen verdichten sich. Denn die Teamkollegen der Dakar-Siegerin von 2001 konnten ihre Unterschriften zügig unter die Anschlußverträge setzen. Am 18. Februar gab VW bekannt, daß von den Optionen auf Rallye-Legende Carlos Sainz und den Südafrikaner Giniel de Villiers Gebrauch gemacht werden. "Verlängerungsklauseln können schnell behandelt werden", sagt VW-Sprecher Uwe Baldes. "Ausgelaufene Verträge müssen dagegen neu verhandelt werden." Eine ganze Reihe von Kontrakten stünden zur Verhandlung aus, beschwichtigt der VW-Mann.

Ein Verhandlungstermin bis Mitte März platzte, weil sich VW nicht bei Kleinschmidt-Manager Willi Weber meldete. Auf ihrer Homepage Juttakleinschmidt.com stellte die 43jährige daraufhin nüchtern fest, "daß ich nicht mehr zum Volkswagen-Werksteam zähle, sondern vertraglich ungebunden bin." Bei der Tunesien-Rallye nächste Woche starten Sainz und de Villiers. Im Vorjahr war Kleinschmidt noch am Start.

Die Existenz der Wahl-Monegassin stehe nicht auf dem Spiel. "Ich habe keine teure Yacht zu unterhalten, sondern nur eine kleine Drei-Zimmer-Wohnung." Ihr gehe es "nicht um Geld", sondern um "Erfolg, Spaß bei der Sache und ein Team, das hinter mir steht".

Kleinschmidt hat ihre Chancen bei der Konkurrenz ausgelotet. Mit Mitsubishi steht ihr Management in Kontakt, mit BMW und sogar eine Rückkehr in eines der Autos ihres ehemaligen Lebensgefährten Jean-Louis Schlesser hat sie erwogen. Der französische Altmeister wäre entzückt: "Jutta ist immer noch eine sehr gute Fahrerin. Ich würde sie mit Handkuß nehmen."

BMW-X-Raid-Teamchef Sven Quandt dagegen setzt eher auf den Nachwuchs. "Wie soll ich Jutta Kleinschmidt bezahlen? Ich habe immer jungen Fahrern eine Chance gegeben." Ohnehin wäre eine Trennung für den Szenekenner nicht nachzuvollziehen: "Jutta Kleinschmidt und VW gehören zusammen."

Noch vor der diesjährigen Rallye-Dakar hat VW mit der "Wüsten-Queen" ("Bild") auf kaufhausgroßen Plakaten den Touareg beworben, aber von Marketingstrategien läßt sich Nissen anscheinend nicht beeindrucken. Kleinschmidts Leistungen bei der Rallye Dakar sind nicht unumstritten im Team. Fakt ist, daß alle Piloten das Ziel verfehlten, dieses Jahr den von der Konzernspitze geforderten Sieg zu erringen. Kleinschmidt wird darüber hinaus nicht gerade kollegiales Verhalten vorgehalten. Einen gestrandeten Teamgefährten ließ sie stehen, obwohl er sie zum Anhalten aufgefordert hatte. Im Etappenziel sagte sie, daß sie das Handzeichen als Signal zum Weiterfahren interpretiert habe.

Das Vertrauensverhältnis sei nicht nachhaltig gestört, sagt Kleinschmidt. "Wenn es doch noch zu einer Vertragsunterzeichnung mit VW kommt, gibt es nichts, was man nicht in Gesprächen ausräumen kann."

Ende April soll konkret verhandelt werden, sagt VW-Sprecher Baldes. Bis zu Kleinschmidt ist der Termin noch nicht vorgedrungen. Vielleicht ja auch nur ein Mißverständnis.

Quelle
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Alt 04.04.2006, 20:58   #146
andreas
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Ähm, für die Dakar 2006 ist es auch etwas spät.


andreas
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Alt 02.06.2006, 01:58   #147
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Das auch eure Sammlug Komplet ist

Zitat:
Die offizielle DVD zur berühmtesten und schwersten Wüstenrallye der Welt...

Die Dakar, Königsdisziplin des Offroad-Wettkampfs. Die berühmteste und schwerste Wüstenrallye der Welt lässt die Herzen aller Fans der Kombination Schweiß plus Staub plus Benzin höher schlagen. Der Adrenalinschockverdächtige Querfeldein-Marathon über Dünen und Schotterstraßen, durch Wadis, Canyons und Flussläufe hat seit den achtziger Jahren Kultstatus. Männer und Frauen kämpfen sich auf coolen
Rallyebikes, heiß gemachten Wüstenracern und monströsen Geländetrucks durch eine der unwirtlichsten und zugleich reizvollsten Gegenden dieser Erde. Ihr Ziel: in atemberaubendem Tempo schlappe zehntausend Kilometer quer durch den afrikanischen Kontinent bis nach Dakar zu ,heizen’ , um dort auf dem Siegertreppchen Teil einer Legende
zu werden.
Quelle

Gruss Ruedi
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